Fräser für Dibond

Echte Qualität für das Fräsen von Alu-Verbundplatten.

Dibond zählt zu den am häufigsten eingesetzten Aluminium-Verbundplatten in der Werbetechnik, im Messe- und Fassadenbau und in der industriellen Beschilderung. Das Material kombiniert dünne Aluminium-Deckschichten mit einem Kunststoffkern. Diese Konstruktion macht Dibond leicht, formstabil und vielseitig einsetzbar. Typische Anwendungen sind daher Schilder, Displays, Fassadenverkleidungen, Kassetten, Gehäuse und Kantprofile.

Beim Fräsen präsentiert sich dieser Materialaufbau allerdings als besonders herausfordernd. Der Dibond-Fräser muss die Aluminium-Deckschicht sauber schneiden und gleichzeitig den Kunststoffkern ohne zu schmieren bearbeiten. Stimmen Werkzeuggeometrie, Vorschub und Drehzahl nicht, entstehen schnell unsaubere Kanten, Ausfransungen oder Aufbauschneiden.

Was sind die Besonderheiten beim Fräsen von Dibond?

Beim Fräsen von Dibond steht die Kantenqualität im Mittelpunkt. Ziel ist eine glatte, präzise Fräskante ohne Schmieren und ohne Ausfransungen. Dafür müssen Werkzeug und Bearbeitung gut zusammenpassen.

Achten Sie beim Fräsen von Dibond besonders auf folgende Punkte:

  • ausreichend Platz für den Span, damit Aluminium- und Kunststoffspäne sicher abgeführt werden
  • gleichmäßiger Vorschub, um Schmieren zu vermeiden
  • konstante Schnittbewegung, damit der Kunststoffkern nicht ausfranst
  • angepasste Frästiefe, um beide Materialschichten kontrolliert zu durchtrennen

Der Universalfräser eignet sich besonders gut für Dibond: Seine Schneidengeometrie schneidet sowohl die Aluminium-Deckschichten sauber als auch den Kunststoffkern ohne Schmieren.

Beim Fräsen von Dibond entscheidet vor allem die Werkzeuggeometrie über das Ergebnis. Der Fräser muss zwei Materialien gleichzeitig bearbeiten. Er schneidet die Aluminium-Deckschicht und trennt im gleichen Schritt den Kunststoffkern. Genau darin liegt der Unterschied zu reinen Aluminium- oder Kunststoffplatten.

Wichtige Kriterien bei der Fräserwahl für Dibond sind:

  • Schneidengeometrie für Verbundwerkstoffe, die sowohl die Aluminium-Deckschichten sauber schneidet als auch den Kunststoffkern ohne Schmieren trennt
  • ausreichend dimensionierter Spanraum, damit Aluminium- und Kunststoffspäne sicher abgeführt werden und sich nicht im Werkzeug sammeln
  • scharfe, klar schneidende Schneiden, um Reibung an der Aluminiumoberfläche zu vermeiden und Gratbildung zu reduzieren
  • stabiler Werkzeugaufbau mit ruhigem Lauf, damit trotz wechselnder Materialhärte gleichmäßige Fräskanten entstehen

In der Praxis haben sich beim Fräsen von Dibond vor allem folgende Durchmesser bewährt:

  • 3 mm: Dieser Durchmesser eignet sich für feine Konturen, kleinere Radien und dünne Dibond-Platten. Der Fräser für Dibond arbeitet sehr präzise, erfordert jedoch eine ruhige Maschine und angepasste Frästiefen.
  • 4 mm: 4 mm gelten als guter Allround-Durchmesser für Dibond. Sie bieten eine ausgewogene Kombination aus Stabilität und Flexibilität.
  • 6 mm: Größere Durchmesser wie 6 mm kommen vor allem bei längeren Schnitten, größeren Platten oder höheren Frästiefen zum Einsatz. Der Fräser läuft ruhiger und erlaubt höhere Vorschübe, benötigt jedoch mehr Platz für Radien und Innenkonturen.

Ab einem Fräserdurchmesser von etwa 3 mm erzielen viele Anwender die beste Kantenqualität, wenn Dibond in einem durchgehenden Fräsdurchgang bearbeitet wird.

Für die Aluminium-Deckschicht von Dibond kommen Schneidengeometrien zum Einsatz, die gezielt auf das dünne, weiche Aluminium ausgelegt sind. Im Mittelpunkt steht eine sehr scharf ausgeführte Schneide mit positivem Schneidenwinkel, die das Aluminium abschert, statt es zu verformen.

Konkret bedeutet das:

  • positiver Schneidenwinkel, damit die Aluminium-Deckschicht sauber geschnitten und nicht gedrückt wird
  • fein ausgeformte Schneidkante, um Gratbildung an der Oberfläche zu minimieren
  • separater Spanabtrag an der Schneidkante, damit Aluminiumspäne sofort abgelöst werden und nicht an der Schneide haften

Die Kombination aus positivem Schneidenwinkel, feiner Schneidkante und separatem Spanabtrag sorgt dafür, dass die Aluminium-Deckschicht glatt und frei von Ausrissen oder Schmierstellen bleibt.

Fräser für Dibond im vhf-Sortiment

Einzahnfräser Varius (ES-SC) – erste Wahl für Dibond

Der ES-SC ist für die Bearbeitung von Alu-Verbundplatten besonders gut geeignet. Seine Geometrie sorgt dafür, dass Späne schnell aus der Nut abgeführt werden und sich keine Wärme an der Schneide aufbaut. Bei Alu-Verbundplatten mit Brandschutzklassifizierung empfiehlt sich eine beschichtete Ausführung, da mineralische Füllstoffe den Werkzeugverschleiß erhöhen.

  • schneller Spanabtransport für hohe Vorschübe beim Dibond fräsen
  • präzise Kanten an der Aluminium-Deckschicht ohne Schmieren
  • stabiler Lauf bei Konturen, Ausschnitten und Fräskanttechnik

Tipps und Tricks

Dibond lässt sich trocken fräsen. Eine klassische Kühlung ist nicht notwendig, solange der Span gut abgeführt wird und der Dibond-Fräser scharf ist. Eine Absaugung unterstützt den Spanabtransport und reduziert den Reinigungsaufwand. Für Dibond sind L-Klasse-Industriesauger ausreichend.

Beim Fräsen von Dibond treten zwei Probleme besonders häufig auf: Schmieren des Kunststoffkerns und ausgefranste Kanten an der Aluminium-Deckschicht. Beide Effekte entstehen meist durch einen nicht optimal eingestellten Fräsprozess.

Schmieren entsteht, wenn sich durch Reibung zu viel Wärme entwickelt und der Kunststoffkern zu schmelzen beginnt. Die Gründe sind:

  • zu geringer Vorschub bei hoher Drehzahl beim Dibond-Fräsen
  • mangelnder Spanabtransport
  • ungeeignete Fräsergeometrie für Alu-Verbundplatten

Das Material erwärmt sich, die Späne lösen sich nicht sauber und lagern sich an der Schneide ab.

Ausfransungen zeigen sich vor allem am Kunststoffkern. Häufige Ursachen sind:

  • stumpfe oder ungeeignete Fräser
  • zu große Frästiefe in einem Durchgang
  • unruhiger Lauf des Werkzeugs

Der Kunststoff wird dann nicht klar geschnitten, sondern aus dem Verbund gerissen.

Mit wenigen Anpassungen lassen sich beide Probleme gut vermeiden:

  • Vorschub anpassen, damit der Fräser für Alu-Dibond aktiv schneidet
  • Frästiefe reduzieren und lieber in mehreren Durchgängen arbeiten
  • Dibond-Fräser wechseln, wenn Spanabfuhr oder Schneidleistung nachlassen

Für das Abkanten von Dibond-Platten werden V-Nuten auf der Innenseite eingefräst. Dabei wird der Kunststoffkern weitgehend entfernt, während die äußere Aluminium-Deckschicht und ein dünner Rest des Kunststoffkerns stehen bleiben. Diese Materialkombination bildet ein flexibles Biegescharnier, das ein präzises Abkanten ohne Biegebank ermöglicht. Die Nutform bestimmt dabei den späteren Biegeradius. Spezielle V-Nutfräser wie ES-AV oder RB-AV sind genau für diese Anwendung ausgelegt. Sie ermöglichen klare Falzkanten und eignen sich besonders für Gehäuse, Kassetten oder Kantprofile aus Alu-Verbundplatten.

Auch bedruckte Dibond-Platten fräsen Sie sicher, wenn Werkzeug und Bearbeitung auf die Oberfläche abgestimmt sind. Entscheidend ist eine gleichmäßige Schnittführung ohne Ruckeln, damit Druckbild und Kantenqualität erhalten bleiben. Die Fräsrichtung beeinflusst dabei direkt die Oberflächenqualität, da sie Ausfransen an der Deckschicht verhindern kann. Eine offene Fräsergeometrie reduziert zusätzlich die Reibung beim Schneiden. Ein ruhiger Lauf verhindert Vibrationen, die sich sonst sichtbar im Druckbild oder an der Kante zeigen würden.

Saubere Dibond-Kanten beginnen beim richtigen Dibond-Fräser

Dibond verlangt Fräser, die Aluminium und Kunststoff kontrolliert bearbeiten und Späne zuverlässig abführen. Mit einer passenden Werkzeuggeometrie und richtig eingestellten Parametern entstehen glatte Kanten und reproduzierbare Ergebnisse. vhf bietet Ihnen genau darauf abgestimmte Fräserlösungen – vom Konturfräsen bis zum präzisen Abkanten von Alu-Verbundplatten.